Welche EU-AI-Act-Pflichten
betreffen Ihre KI?

Beantworten Sie ein paar gezielte Fragen und sehen Sie sofort, in welche Risikoklasse Ihr KI-Einsatz fällt – inklusive der heiklen Art.-6(3)-Ausnahme – und welche Pflichten daraus folgen. Auf Basis des aktuellen EU AI Act inkl. der Omnibus-Anpassungen 2026. Keine Anmeldung, keine Datenübertragung.

EU AI Act · Art. 5 / 6 / 50 Ohne Anmeldung Rein im Browser gerechnet

Schritt für Schritt zu Ihrer Risiko-Orientierung

Wir prüfen von der strengsten zur mildesten Klasse und stoppen beim ersten Treffer. Das Ergebnis ist eine fundierte Tendenz – keine Rechtsberatung und keine verbindliche Einstufung.

Welche Rolle haben Sie bei dem KI-System?

Die Rolle bestimmt, welche Pflichten gelten. Im Zweifel hilft „beides / unklar".

Die vier Risikoklassen im Überblick

Der EU AI Act reguliert nach Risiko – je höher das Risiko, desto strenger die Pflichten. Der Check oben führt Sie automatisch zur passenden Klasse.

Unzulässig

Art. 5 · verbotene Praktiken

  • z. B. Social Scoring, manipulative Systeme, biometrische Massenüberwachung
  • Gilt bereits seit Februar 2025
  • Folge: kein Inverkehrbringen, kein Einsatz

Hochrisiko

Art. 6 + Annex III

  • z. B. HR/Recruiting, Kredit-Scoring, kritische Infrastruktur
  • Umfangreiche Pflichten je nach Rolle
  • Ausnahme über Art. 6(3) möglich · Pflichten ab 2. Aug 2026 (Omnibus: vsl. Dez 2027)

Begrenztes Risiko

Art. 50 · Transparenz

  • z. B. Chatbots, KI-generierte Inhalte / „Deepfakes"
  • Pflicht: Offenlegen und Kennzeichnen
  • Gilt ab August 2026

Minimales Risiko

der Großteil aller Systeme

  • z. B. Spamfilter, einfache Assistenzfunktionen
  • Keine besonderen Pflichten aus dem AI Act
  • Freiwillige Verhaltenskodizes empfohlen

Geschulte Mitarbeitende: Pflicht – und ohnehin sinnvoll

Eines gilt für jede Risikoklasse: Der AI Act verlangt ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz. Was das heißt – und warum sich Weiterbildung doppelt lohnt.

Die Grundregel

Art. 4 · KI-Kompetenz

Seit Februar 2025 gilt: Anbieter und Betreiber müssen ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden sicherstellen. Über den Omnibus ist eine Lockerung zu einer reinen Förderpflicht geplant – beschlossen ist sie noch nicht. Bis dahin bleibt die ursprüngliche, strengere Fassung maßgeblich.

Bei Hochrisiko bleibt es streng

Art. 26 / 14 · Aufsicht

Wer ein Hochrisiko-System betreibt, muss die menschliche Aufsicht durch ausreichend kompetente und geschulte Personen sicherstellen. Diese Pflicht rührt auch der geplante Omnibus nicht an – sie ist der harte Kern.

Lohnt sich ohnehin

der eigentliche Hebel

Kompetente Teams machen weniger Fehler, setzen KI souveräner ein und bringen Projekte schneller ans Ziel. Der größte Gewinn ist nicht die Erfüllung einer Vorschrift, sondern der praktische Nutzen.

Förderfähig – oft sogar doppelt

Über das Qualifizierungschancengesetz (§ 82 SGB III) werden für Beschäftigte nicht nur die Kurskosten bezuschusst, sondern zusätzlich ein Teil des Arbeitsentgelts während der Weiterbildung. Gerade dieser Lohnzuschuss bleibt oft ungenutzt – unser Förder-Check zeigt in zwei Minuten, was für Sie drin ist.

Lassen Sie Ihre KI-Einstufung absichern

Der Check gibt Ihnen die Richtung. In der AI-Act-Beratung prüfen wir Ihren konkreten Anwendungsfall, klären die offenen „noch zu prüfen"-Punkte und leiten die richtigen Pflichten ab – ehrlich und auf Basis des aktuellen Stands.